{"id":55004,"date":"2012-03-20T11:07:53","date_gmt":"2012-03-20T10:07:53","guid":{"rendered":"https:\/\/european-cultural-news.com\/africa-meets-contemporary-dance\/55004\/"},"modified":"2012-03-20T11:07:53","modified_gmt":"2012-03-20T10:07:53","slug":"africa-meets-contemporary-dance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/european-cultural-news.com\/fr\/africa-meets-contemporary-dance\/55004\/","title":{"rendered":"Africa meets contemporary dance"},"content":{"rendered":"<p><strong>Solid gold und Jolie im Tanzquartier<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_5475\" style=\"width: 350px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.european-cultural-news.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Jolie1_c_Laurent-Paillier.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5475\" class=\"size-full wp-image-5475\" title=\"Jolie im Tanzquartier Wien\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.european-cultural-news.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Jolie1_c_Laurent-Paillier.jpg?resize=340%2C511&#038;ssl=1\" alt=\"Jolie im Tanzquartier Wien \" width=\"340\" height=\"511\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/european-cultural-news.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Jolie1_c_Laurent-Paillier.jpg?w=340&amp;ssl=1 340w, https:\/\/i0.wp.com\/european-cultural-news.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Jolie1_c_Laurent-Paillier.jpg?resize=100%2C150&amp;ssl=1 100w, https:\/\/i0.wp.com\/european-cultural-news.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Jolie1_c_Laurent-Paillier.jpg?resize=200%2C300&amp;ssl=1 200w\" sizes=\"(max-width: 340px) 100vw, 340px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5475\" class=\"wp-caption-text\">Jolie im Tanzquartier Wien - Foto: \u00a9 Laurent Paillier, Ula Sickle, Vincent Pinckaers<\/p><\/div>\n<p>Wer w\u00fcrde in Zeiten wie diesen nicht davon tr\u00e4umen, dicke Goldbarren sein Eigen zu nennen!<br \/>\n<a title=\"Ula Sickle\" href=\"https:\/\/www.ulasickle.com\/about\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ula Sickle<\/a>, die canadisch\/belgische Choreografin, die mit Dinozor und Jolie Ngemi ins Tanzquartier eingeladen war, verwendete die Bezeichnung \u201esolid gold\u201c jedoch f\u00fcr die Produktion des aus dem Kongo stammenden jungen T\u00e4nzers, der damit das erste Mal in \u00d6sterreich auftrat. Die Assoziationen, die dem Aufritt seinen Titel gaben, sind leicht erkl\u00e4rt. Gold, weltweit eines der meist gesuchten Edelmetalle, z\u00e4hlt zu den Bodensch\u00e4tzen des Heimatlandes von Dinozor (Patrick Mbungu), der 1987 in Kinshasa geboren wurde. Pures Gold scheint im \u00fcbertragenen Sinn dem jungen T\u00e4nzer aber auch durch seine Adern zu flie\u00dfen. Beeinflusst vom traditionellen, kongolesischen Tanz ebenso wie vom Rap startete er seine Karriere, die ihn nach vielen Workshops auch auf internationale B\u00fchnen brachte. Mit der Produktion \u201e<a title=\"More more more \u2026 future\" href=\"https:\/\/www.european-cultural-news.com\/more-more-more-future\/2384\/\">more more more&#8230;future<\/a>\u201c von <a title=\"Faustin Linyekula\" href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Faustin_Linyekula\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Faustin Linyekula<\/a>\u00a0uraufgef\u00fchrt 2009 in Br\u00fcssel und seitdem erfolgreich weltweit tourend, ist er in ein Projekt eingebunden, dass nicht nur medial gro\u00dfe Aufmerksamkeit erregte.<\/p>\n<p>Jolie Ngemi, ebenfalls aus Kinshasa stammend und 2 Jahre j\u00fcnger als Dinozor, w\u00e4hlte f\u00fcr ihren Auftritt schlicht ihren eigenen Namen als Motto. Ihre t\u00e4nzerische Ausbildung erhielt sie in Kinshasa, Goma und Kigali und trat in dem St\u00fcck \u201eMists\u201c von Thomas Steyaert 2010 auf. Au\u00dferdem unterst\u00fctzte sie mit ihrer Performance Konzerte des Rappers Lexus sowie Lokua Kanza.<\/p>\n<p>In den Auftritten von Dinozor und Jolie Ngemi sind starke Parallelen vorhanden. Beide geben ihrer Performance einen geschlossenen Rahmen, er\u00f6ffnen und beenden diese mit denselben Bewegungsmustern. Dar\u00fcber hinaus jedoch ist es ihr globaler Zugang zum Tanz, der sich in ihren Choreografien wiederfindet. Dinozor, der \u00fcber weite Strecken mit seinem t\u00e4nzerischen Talent, sowie seiner Kraft, Ausdauer und Akrobatik beeindruckt, vereint nicht nur traditionellen afrikanischen Tanz mit internationalem zeitgen\u00f6ssischem, sondern integriert auch noch Schrittfolgen aus Hollywood- und Broadwayproduktionen wie einst von Fred Astair in sein Programm. Ein st\u00e4ndiger Wechsel zwischen den Genres und ganz zum Schluss noch eine kleine Persiflage an eine einge\u00fcbte Choreografie \u2013 in welcher er das Programm in wenigen Minuten noch einmal Revue passieren lie\u00df \u2013 zeigen, dass Dinozor angekommen ist im Hier und Jetzt des internationalen Tanzes. Besonders hervorzuheben dabei ist die akustische Untermalung, f\u00fcr die Yann Leguay, genauso wie im St\u00fcck von Jolie Ngemi, verantwortlich zeichnet. Er benutzt die eigenen K\u00f6rperger\u00e4usche der T\u00e4nzer, um sie elektronisch zu verst\u00e4rken, umzuwandeln, in Loops wieder und wieder laufen zu lassen und mischt dabei noch live den Sound zum B\u00fchnengeschehen. Dadurch erreicht er, dass sich die Bewegungen ohne festgelegte musikalische Zuordnung zu Assoziationsketten f\u00fcgen, die anders sein k\u00f6nnen, als w\u00fcrde man afrikanische Rhythmen oder Broadwaymusik, Rap oder andere fix konnotierte Musik verwenden. Und dennoch spielt die menschliche Wahrnehmung diesem Konzept einen Streich. Sobald Dinozor eindeutig zuzuordnende Schrittfolgen ausf\u00fchrt, weist einem die Erinnerung sofort das jeweilige Genre der Ursprungsmusik zu, zu welcher normalerweise getanzt wird.<\/p>\n<p>Ein wenig anders ist dies beim Auftritt von Jolie Ngemi. Sie erscheint wegen einiger gef\u00e4rbter bunter Haarstr\u00e4hnen, die sich so herrlich von ihren schwarzen Haaren abheben, als schwarzer Paradiesvogel und l\u00e4sst keinen Zweifel daran, dass sich ihre Tanzmotivation zu einem gro\u00dfen Teil aus der Tradition ihres Heimatlandes speist. Dazu deklamiert sie selbst kurze rhythmische Textpassagen, die, wie sie danach im Publikumsgespr\u00e4ch erkl\u00e4rte, eigentlich Aufforderungen an das Publikum sind, mitzutanzen oder dem Geschehen mit allen Sinnen zu folgen. Ein in Kinshasa \u00fcbliches Ritual, das von Animateuren gepflegt wird, die vor Auftritten und Konzerten das Publikum einstimmen und den Saal \u201eeinheizen\u201c. Auch sie wird von Yann Leguay kr\u00e4ftig akustisch unterst\u00fctzt, nur bildet ihre Stimme einen wesentlich st\u00e4rkeren Teppich, der ihren Tanz tr\u00e4gt, als dies bei Dinozor der Fall ist. Immer wieder wechselt sie in ihrer Choreografie zwischen Bewegungen, die wie in Zeitlupe erscheinen, um dann wieder in ein normales Tempo zu kippen. Dadurch erreicht sie, auch sekundiert durch eine Lichtregie mit starken Reizwechseln, eine sehr lyrische Aussage. Ihre Notation erweckt den Eindruck, als ob sie sich an die T\u00e4nze ihrer Heimat erinnern w\u00fcrde, als ob sie mit ihrem eigenen K\u00f6rper etwas weiter tragen m\u00f6chte, das sie nicht wirklich festhalten kann.<\/p>\n<p>Ein Tanzabend, der auch Dank des anschlie\u00dfenden moderierten K\u00fcnstlergespr\u00e4ches Gelegenheit bot, weit \u00fcber unsere Grenzen hinauszublicken.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/25497360?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0\" frameborder=\"0\" width=\"540\" height=\"304\"><\/iframe><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/vimeo.com\/25497360\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Solid Gold<\/a> from <a href=\"https:\/\/vimeo.com\/user1523333\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ula sickle<\/a> on <a href=\"https:\/\/vimeo.com\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vimeo<\/a>.<\/p>\n<p>June 9th &amp; 10th, 2011 Kaaitheater studios, Brussels (BE)<\/p>\n<p>Created with and performed by Dinozord, a contemporary dancer from Kinshasa, Solid Gold traces the roots of Hip Hop, from traditional African dance to forms of entertainment dance from Broadway and Hollywood to MTV. As the solo moves from one hit dance style to the next, and from one epoch to another, the rhythms of each dance are amplified. Gradually the dancers steps, movement and breath becomes a musical score on which he in turn dances.<\/p>\n<p>Premi\u00e8re: March 4th &#8211; 7th, 2010 @ Tangente Laboratoire de la danse Contemporain, Montreal (CA), April 15th, 2010 @ KVS, Brussels (BE) \/ July 15th &amp; 16th, 2010 @ Centre Culturel Francais, Kinshasa (DRC), February 12th &amp; 13th @ Side Step Festival Zodiak, Helsinki (FI), June 9th &amp; 10th, 2011 Kaaistudios, Brussels (BE)<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/25654501?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0\" frameborder=\"0\" width=\"540\" height=\"304\"><\/iframe><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/vimeo.com\/25654501\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jolie<\/a> from <a href=\"https:\/\/vimeo.com\/user1523333\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ula sickle<\/a> on <a href=\"https:\/\/vimeo.com\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vimeo<\/a>.<\/p>\n<p>June 9th &amp; 10th, 2011 &#8211; Kaaitheater Studios, Brussels<\/p>\n<p>Jolie, a solo created with and for Congolese dancer Jolie Ngemi, explores the idea of beauty in Congolese music and dance, where, as art critic Archille Mbembe has written, clashing contradictions, ugliness and the noise of everyday life in the Congo is compressed and transformed. The solo explores dance in its most popular form, sampled from Congolese music videos and night clubs. The music for the performance is generated by the voice of the performer herself, through a live interaction with French composer Yann Leguay.<\/p>\n<p>Premi\u00e8re: 5th &amp; 6th May, 2011 &#8211; Rencontres chor\u00e9graphiques internationales de Seine-Saint-Denis, June 9th &amp; 10th, 2011 &#8211; Kaaitheater Studios, Brussels w\/ Solid Gold<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer w\u00fcrde in Zeiten wie diesen nicht davon tr\u00e4umen, dicke Goldbarren sein Eigen zu nennen!<br \/>\nUla Sickle, die canadisch\/belgische Choreografin, die mit Dinozor und Jolie Ngemi ins Tanzquartier eingeladen war, verwendete die Bezeichnung \u201esolid gold\u201c jedoch f\u00fcr die Produktion des aus dem Kongo stammenden jungen T\u00e4nzers, der damit das erste Mal in \u00d6sterreich auftrat.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":18669,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[3706,2624],"tags":[],"class_list":["post-55004","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-danse","category-tanz"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/european-cultural-news.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/SolidGold_c_UlaSickleVincentPinckaers.jpg?fit=640%2C360&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack-related-posts":[],"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p2NpeJ-eja","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/european-cultural-news.com\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55004","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/european-cultural-news.com\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/european-cultural-news.com\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/european-cultural-news.com\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/european-cultural-news.com\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=55004"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/european-cultural-news.com\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55004\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/european-cultural-news.com\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18669"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/european-cultural-news.com\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=55004"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/european-cultural-news.com\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=55004"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/european-cultural-news.com\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=55004"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}